Zu selten? Zu oft? Wie oft soll ich meinen Newsletter versenden?

Wie oft soll ich meinen Newsletter versenden? Tipps zur Versandhäufigkeit

Wenn mir diese Frage gestellt wird, schwingen meist mehrere Sorgen mit:

  • “Ich möchte niemanden nerven.”
  • “Wie soll ich das zeitlich schaffen?”
  • “Worüber soll ich denn überhaupt schreiben?”

Ich kann keine pauschale Empfehlung geben. Denn die perfekte Versandhäufigkeit gibt es nicht.
Es kommt – wie so oft im Marketing – auf den Einzelfall an.
Wie häufig haben Sie neue Inhalte, die Sie verbreiten möchten? Wie viel Zeit können Sie in Ihr Newsletter-Marketing investieren? Welche Frequenz bevorzugen Ihre Leser?

Generell gilt: Einen Newsletter pro Monat wird von Lesern nicht als “zu viel” wahrgenommen (sofern sie denn von Ihnen lesen möchten). Für Themen, mit denen Ihre Interessenten sich gerne beschäftigen, ist auch eine E-Mail pro Woche gut umsetzbar.
Entscheidend ist, dass es sich für Ihre Leser lohnt, den Newsletter zu öffnen. Dann bleibt auch bei einer hohen Frequenz oder einer E-Mail “außer der Reihe” die Abmelderate niedrig.

Übersicht

So oft sollten Sie Ihren Newsletter versenden – Vorteile und Nachteile der üblichen Versandhäufigkeiten

4 bis 6 Mal pro Jahr

Eine E-Mail alle drei Monate ist zu wenig, um den Lesern im Gedächtnis zu bleiben. Einige Leser werden sich nicht mehr erinnern, den Newsletter abonniert zu haben. Die Folge sind niedrige Öffnungsraten und hohe Abmeldequoten.

Mein Tipp: Es ist nicht möglich oder sinnvoll, die Frequenz zu erhöhen? Eine Willkommenssequenz hilft, neue Leser zu begrüßen und wichtige Informationen in den ersten Tagen zu vermitteln. Nach diesem Einstieg werden Ihre Leser sich einige Wochen später noch an Sie erinnern. 

monatlich

Der Klassiker für Unternehmens-Newsletter. Diese Frequenz ist üblich, wenn es nur wenige Infos gibt. Empfänger fühlen sich nicht belästigt und werden oft genug kontaktiert, um Sie nicht zu vergessen.
Produkt-Newsletter werden häufig zu Monatsanfang verschickt, wenn die Leser noch mehr Geld auf dem Konto haben.

Mein Tipp: Verzichten Sie nicht darauf, einen weiteren Newsletter zu versenden, wenn es dafür einen Anlass gibt. Wenn der Nutzen für den Leser erkennbar ist, sind zwei E-Mails im Monat sinnvoller als einer mit zu vielen Themen. 

2 x im Monat

Ein guter Kompromiss, um im Gedächtnis der Leser zu bleiben. Auch ich versende alle 14 Tage und schätze an dieser Frequenz, nicht zu viel Aufwand zu haben und dennoch viele Inhalte zu teilen. Eine E-Mail auszusetzen oder um eine Woche zu verschieben, ist bei diesem Rhythmus gut möglich. 

wöchentlich

Sie haben viel zu berichten? Einen Newsletter pro Woche, gerne an einem festen Wochentag, zeigt Ihre Zuverlässigkeit. Sie können viele Inhalte verbreiten und viele Produkte vorstellen. Viele Leser schätzen diesen Rhythmus und beurteilen ihn nicht als “zu viel”.
Damit die Öffnungsrate hoch bleibt, müssen Ihre E-Mails eine konstant hohe Qualität haben und unterhaltsam sein. 

(fast) täglich

Diese extreme Frequenz funktioniert gut, wenn Sie viele Informationen haben (Nachrichten) oder kurze Impulse setzen. Kommt ein Empfänger nicht hinterher, die E-Mails zu lesen, entsteht Frust und die Abmelderate steigt.

Mein Tipp: Bieten Sie Ihren Lesern an, die E-Mails auszusetzen, z.B. in der Urlaubszeit. Zudem ist ein Alternativ-Angebot mit wöchentlichen Zusammenfassungen oder individuelle Themenauswahl sinnvoll. 

Anlassbezogen

Sie möchten flexibel versenden, wenn es etwas zu berichten gibt? Dann sollten Sie eine Planung erstellen, um Ihren Newsletter aus dem Blick zu verlieren. Anlässe können sich auf Ihr Unternehmen beziehen (Blogartikel, neues Produkt) oder auf Ereignissen (Muttertag, Weihnachten, Sommerschlussverkauf).

Mein Tipp: Stellen Sie einen Bezug her, durch den der Anlass für Ihre Leser relevant wird. Unternehmens-Informationen wie Auszeichnungen, Jubiläen oder Messen sind für Leser nicht interessant, wenn der Nutzen für sie  unklar bleibt.
Angebote oder ein Blick hinter die Kulissen wecken hier die Aufmerksamkeit.

Checkliste für deinen Newsletter-Versand

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Finden Sie Ihren Rhythmus – Empfehlungen für Newsletter-Anfänger

Überfordern Sie sich zu Beginn nicht mit einer zu hohen Frequenz.
Anfangs werden Ihnen viele Newsletter-Themen einfallen. Nach einer Weile kann sich jedoch eine Ideen-Flaute einstellen oder es fehlen neue Inhalte wie Produkte oder Blogartikel.

Planen Sie mit einer E-Mail-Anzahl, deren Arbeitsbelastung Sie nicht überfordert.
Mit Routine und guter Planung erstellen Sie einen Newsletter in zwei Stunden. Reine Text-E-Mails können fortgeschrittene Newsletter-Versender auch in einer Stunde schreiben und testen.
Für den Beginn sollten Sie sich einen halben Arbeitstag reservieren. So geraten Sie nicht in Zeitnot, wenn Sie nicht in Schreibfluss kommen oder technische Probleme auftreten. Auch Zeit für Korrekturen sollten Sie unbedingt einplanen.

Wenn Sie regelmäßig neuen Content veröffentlichen oder eine große Produktauswahl haben, können Sie mit einer wöchentlichen Frequenz starten.
Ansonsten ist eine E-Mail pro Monat ein guter Start. So bekommen Sie Übung beim Newsletter erstellen und können die nächsten Themen vorplanen.
Sobald sich das Newsletter-Marketing gut in Ihre Aufgabenabläufe eingliedert, können Sie die Frequenz erhöhen.

Lernen Sie meine 5 Tipps kennen, mit denen Newsletter schreiben zur Routine wird.

Meine Tipps, wenn Sie mehr Newsletter versenden möchten

Sie möchten Ihre Newsletter-Leser statt monatlich nun 14-tätig anschreiben?
Eine Frequenz-Erhöhung um eine “Stufe” können Sie auch ohne Ankündigung vornehmen.
Beobachten Sie die Abmelderate der nächsten Aussendungen.
Bei den ersten zwei bis vier E-Mails sind mehr Abmeldungen durchaus üblich.
Bleibt die durchschnittliche Quote danach auf dem ursprünglichen Niveau? Dann wird die neue Frequenz vom Ihren Lesern gut aufgenommen wird.

Wenn Sie häufiger als einmal pro Woche versenden, sollten Sie Ihre Empfänger mit einbeziehen.
Kündigen Sie im Anmeldeformular Ihre geplante Versandfrequenz an.
Schreiben Sie wöchentliche oder monatliche Zusammenfassungen.
Als Service können Sie Ihren Lesern anbieten, nur die Zusammenfassungen oder einzelne Themen zu abonnieren.

Aktionen wie Adventskalender oder Countdown vor einem Event können Ihre Empfänger nerven.
Bieten Sie Ihren Lesern eine Möglichkeit, solche E-Mail-Aktionen abzubestellen. Platzieren Sie einen Hinweis am Ende Ihrer Nachricht.
Dadurch vermeiden Sie, dass sich Ihre Leser von der E-Mail-Liste komplett abmelden oder den Newsletter als Spam markieren.

Ich empfehle, Kampagnen anzukündigen und nur an Leser zu versenden, die sich aktiv dafür anmelden. Erklären Sie, was die Teilnehmer der Aktion erwartet oder bieten Sie zum Start ein Freebie an.
So werden nicht alle Kontakte Ihrer E-Mail-Liste die Newsletter erhalten. Öffnungs- und Klickraten werden dafür hoch bleiben.

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Nutze die Gelegenheit, mir Fragen zu stellen und dich mit anderen Teilnehmern auszutauschen.

Hallo, ich bin Irene Theiß.
Als Newsletter-Expertin gebe ich dir technische Starthilfe, damit du entspannt deine ersten Newsletter versendest und deine E-Mail-Liste aufbaust.
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